Wichtige Links

Inhalt | Impressum | Hilfe
Zur Homepage www.bad-blau.de

Suche:

Gemeinde Blaustein

Im Detail

Panorama
Panorama

Blaustein war das Ergebnis des freiwilligen Zusammenschlusses der Nachbarorte Ehrenstein und Klingenstein. Mit der Wahl von Robert Epple zum Bürgermeister von Ehrenstein im Jahr 1954 nahm der Zusammenschluss konkrete Formen an.  Als 1960 in Klingenstein die Stelle des Bürgermeisters ausgeschrieben wurde, erkannte Epple die Chance, die sich aus der personellen Verbindung der beiden Bürgermeisterämter ergeben könnte. Epple stellte in seinem Wahlkampf bewusst die Vorzüge einer effektiven Zusammenarbeit der beiden Gemeinden heraus. Wichtige Vorhaben seien so leichter umsetzbar. Die Finanzierung sei durch höhere Staatszuwendungen auf soliderem Fundament. Einsparungen in der Verwaltung wären ein willkommener Nebeneffekt. Landratsamt und Regierungspräsidium stimmten Epples Überlegungen zu. Bei den Wählern in Klingenstein schienen seine Argumente ebenfalls angekommen zu sein. Am 18. Dezember 1960 wurde Epple im zweiten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt.

So war der gemeinsame Bürgermeister der erste Schritt, aus dem der Zusammenschluss der Nachbargemeinden geradezu notwendig folgen musste. Schließlich waren es äußere Umstände, die den Zusammenschluss der Gemeinden am Ende der Sechziger Jahre beschleunigten. In einer Grundsatzerklärung des Deutschen Gemeindetags wurde die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften angeregt, um die Verwaltungskraft kleiner Gemeinden zu stärken. Die Landesregierung trug sich bereits mit konkreten Reformabsichten  in dieser Richtung. Am 2. Januar 1967 erhielt das Landratsamt einen Bericht, der eine gründliche Analyse der bestehenden Verhältnisse in den Gemeinden enthielt. Die Gemeinderäte von Ehrenstein und Klingenstein befürworteten den Bericht und stimmten der Bildung des Arbeitskreises „Zusammenschluss der Gemeinden Ehrenstein und Klingenstein“ zu.

Blau mit Schwänen
Blau mit Schwänen

Wegen der weitreichenden Bedeutung des Vorhabens verzichteten die Gremien auf ihr Recht, sich vorab zu äußern. Man wollte die Bürgerinnen und Bürger befragen und diesem Ergebnis nicht vorgreifen. In der Bürgerversammlung am 21. Oktober 1967 informierte Bürgermeister Epple über den Stand der Vereinigungsbemühungen. Besonders hob er hervor, dass das Vorhaben von der Landesregierung gutgeheißen wurde. Epple konnte die Einwohnerschaft von Ehrenstein und Klingenstein überzeugen. In der Bürgeranhörung am 24. März 1968 sprachen sich ca. 70 % für die Vereinigung der beiden Nachbargemeinden aus. Eine nicht unwesentliche Frage war, wie die neue Gemeinde heißen solle. In einem langen Namensfindungsprozess, an dem das Landesvermessungsamt, die Archivdirektion Stuttgart und das Innenministerium beteiligt waren,  wurde u.a. Ehrenklingenstein, Blautal, Blaustadt, Zweistein und Einstein vorgeschlagen.

Ehrenklingenstein wurde von den mitwirkenden Landesbehörden favorisiert. Die Gemeinderäte sprachen sich für Blautal aus. Der erste Vorschlag fand aufgrund seiner Länge keine Mehrheit, der letztere konnte mit dem gleichnamigen Tal, also mit einem geographischen Namen verwechselt werden und war deshalb nicht mehrheitsfähig. Das Innenministerium brachte den Namen Blaustein als Kompromissvorschlag ein. Er stellte den topographischen Bezug zu Blau und Blautal her. Gleichzeitig blieb die Endung „stein“ der beiden Nachbargemeinden erhalten. Mit dem knappen Ergebnis von 11 zu 10 Stimmen fand der Vorschlag in den Gemeinderatsgremien Zustimmung. Die Vereinigung von Ehrenstein und Klingenstein zur neuen Gemeinde Blaustein wurde zum 1. September 1968 rechtswirksam.

Blaustein wurde zum Musterbeispiel für die Gemeindereform in Baden-Württemberg. Innenminister Walter Krause ließ es sich nicht nehmen, der neuen Gemeinde am 11. Oktober 1968 einen Besuch abzustatten und der Bürgerschaft seinen Dank auszusprechen. Robert Epple erhielt für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Zuge der Gemeindereform von Baden-Württemberg wurden am 1. Oktober 1974 Bermaringen (mit Hohenstein) und Wippingen (mit Lautern) nach Blaustein eingegliedert. Zum 1. Januar 1975 traten schließlich  Arnegg, welches sich schon am 1. Juli 1971 mit Markbronn-Dietingen vereinigt hatte, und Herrlingen (mit Weidach) nach Verwaltungsgerichtsbeschluss der neuen Großgemeinde bei.

Suche:

Weitere Informationen

Kontakt

Gemeindeverwaltung Blaustein
Marktplatz 2
89134 Blaustein
Tel.: 07304 802-0
Fax: 07304 802-111
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten

Rathaus:
Montag bis Freitag
09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Montag + Mittwoch
14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Donnerstag
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Bürgerservice:
Montag bis Freitag
08:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Montag, Mittwoch + Freitag
14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Donnerstag
08:00 Uhr bis 18:00 Uhr