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Wasserversorgung

Geschichtliches

Historische Pumpstation Lautern
Historische Pumpstation Lautern

Schon 1866 wurden die damals noch selbstständigen Gemeinden Bermaringen und Weidach neben anderen Gemeinden (Bollingen, Böttingen, Dornstadt, Scharenstetten, Temmenhausen, Tomerdingen) der Albwasserversorgungsgruppe IV zugeordnet. Mit dem Bau des Wasserwerks am Lautertopf begann man im Herbst 1873. Bis zur Fertigstellung der gesamten Wasserversorgungsanlagen vergingen 20 Jahre. Als schließlich der Dauerbetrieb begann, zeigte sich, dass die Schüttung des Lautertopfs in Niedrigwasserzeiten nicht ausreichte, um die nötige Pumpkraft aufzubringen. Vermutlich aus Kostengründen entschieden sich die Gemeinden der Gruppe IV im darauf folgenden Jahr für den Kauf eines Benzinmotors. 1935 wurde schließlich das veraltete und unwirtschaftlich gewordene Wasserrad durch eine Francis-Turbine ersetzt. Bei Niedrigwasserständen sorgte jetzt ein Elektromotor für den Antrieb der Pumpen. Da sich auch der Wasserspiegel der Quellfassungen deutlich abgesenkt hatte und der Schacht häufig trocken gefallen war, musste man sich entschließen, Trinkwasser aus dem Lautertopf zu entnehmen. Dem oberirdisch entnommenen Wasser wurde sicherheitshalber Chlor beigemischt.

Als in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg die Einwohnerzahlen deutlich angewachsen waren, reichte die Wassermenge nicht mehr aus. Die Erschließung neuer Quellen und die Herstellung einer neuen Druckleitung wurde zwingend. Die Gebietsveränderungen im Zuge der Gemeindereform machten auch eine Neuorganisation der Wasserversorgung notwendig. Deshalb schlossen sich die Albwasserversorgungsgruppen IV und XII  am 1. Januar 1975 zum Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb zusammen. Im darauf folgenden Jahr wurde das neue Wasserwerk, wenige Meter lauterabwärts gelegen, in Betrieb genommen. Das alte Wasserwerk in Lautern wurde schließlich unter Denkmalschutz gestellt.

Um auch weiterhin die Versorgung des Stadtgebiets mit qualitativ gutem Wasser sicherzustellen, wurden umfangreiche Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Jahr 1999 erfolgte der Beitritt der Ortsteile Ehrenstein und Klingenstein zum Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb als Vollmitglied. Der Beitritt des Ortsteils Herrlingen erfolgte 2001. Die Übergabe der restlichen Wasserversorgungsanlagen des Teilorts Arnegg erfolgte 2008, die Übergabe der Anlagen für die Ortsteile Markbronn und Dietingen 2009. Somit verfügt die Stadt Blaustein über keine eigene Wassergewinnung mehr. Der Ortsteil Wippingen wird seit her durch den ZV Albwasserversorgungsgruppe III beliefert. 

Nähere Einzelheiten über den Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb können Sie über folgenden Link in Erfahrung bringen.

Schnellentcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein


Zum 01. Juni 2020 wird im Wasserwerk Ehrenstein die Schnellentcarbonisierungsanlage in Betrieb genommen. 

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb beliefert insgesamt neun Verbandsmitglieder mit Trinkwasser, welche damit täglich wiederum ca. 44.000 Einwohner im Verbandsgebiet versorgen.

Die Wassergewinnung erfolgt dabei ausschließlich über Brunnen aus dem Grundwasser.Das geförderte Grundwasser ist zwar grundsätzlich von guter Qualität und bedarf deshalb nur geringfügiger Aufbereitung, weist gleichzeitig aber einen hohen Härtegrad von derzeit 18-19 Grad deutscher Härte (°dH) auf. Um dem Wunsch der Endverbraucher nach weicherem Trinkwasser gerecht zu werden, wurde in der Verbandsversammlung des Zweckverbands am 16. März 2016 beschlossen, eine zentrale Schnellentcarbonisierungsanlage (SEC-Anlage) im Wasserwerk Ehrenstein zu errichten. 

Die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Enthärtungsanlage hatten Ende 2018 begonnen. Die Inbetriebnahme wird nun nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit voraussichtlich zum 01.

Mai 2020 erfolgen. Während der ca. einwöchigen Phase der Inbetriebnahme wird der Härtegrad des an die Verbandsmitglieder abgegebenen Trinkwassers zwischen 15 °dH und dem Zielwert von 11-12 °dH schwanken. Die künftigen Vorteile durch die Verwendung weicheren Trinkwassers sind beispielsweise ein deutlich geringerer Waschmittelverbrauch in Waschmaschinen sowie ein geringerer Chemikaliendosierbedarf in Spülmaschinen. Insbesondere hausinterne Kleinentkalkungsanlagen (Ionentauscher-Anlagen) sollten in ihrer Leistung reduziert bzw. ganz außer Betrieb genommen werden. Künftig werden die Kalkablagerungen in Geräten und Leitungen von Wärmetauscher-Anlagen (Zentralheizungen etc.) deutlich vermindert sein. Gewerbliche Enthärtungs- bzw. Ionenaustauscher-Anlagen sollten in Abstimmung mit dem jeweiligen Anlagenhersteller auf das weichere Wasser umgestellt bzw. angepasst werden.

Infolge der Inbetriebnahme der SEC-Anlage im Wasserwerk Ehrenstein wird die Lebensdauer von Geräten und Anlagen, welche mit Trinkwasser arbeiten, steigen. Gleichzeitig wird der durch die Nutzung dieser Geräte verursachte Chemikalien- und Salzeintrag in die Umwelt verringert und der Energieverbrauch reduziert. Der leicht höhere pH-Wert des Trinkwassers führt zu einer geringeren Korrosivität des enthärteten Wassers, was sich positiv auf die Nutzungsdauer von Trinkwasserleitungen auswirkt. Darüber hinaus wird das Herauslösen von Schwermetallen (z. B. Kupfer, Zink) aus metallischen Leitungen im Trinkwasserleitungsnetz und in den Hausinstallationen vermindert. Außerdem sorgen verringerte Kalkablagerungen in Heizsystemen für eine bessere Wärmeübertragung, was zu einem geringeren Bedarf an Heizenergie beiträgt.

Hinweis zu eventuellen Wassertrübungen

Zu Beginn der Umstellung auf enthärtetes Trinkwasser kann es im Versorgungsgebiet vereinzelt zu leichten Kalk-Eintrübungen kommen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die über Jahrzehnte entstandene Deckschicht in den Rohrleitungen sich auflöst bzw. umbildet. Dies ist ein Vorgang, der sich nicht vermeiden lässt und der je nach Intensität der Ablagerungen auch mehrere Monate dauern kann. Für schnelle Abhilfe kann gesorgt werden, indem beispielsweise die Perlatoren in Bad und Küche bzw. vorhandene Filter an wasserführenden Geräten häufiger gereinigt werden. Das vom Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb abgegebene Trinkwasser wird jedoch nach wie vor alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllen und von gewohnt einwandfreier Qualität sein.

Versorgungsgebiet des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb in Blaustein

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb versorgt in Blaustein nur die Ortsteile Arnegg, Bermaringen, Dietingen, Ehrenstein, Herrlingen, Klingenstein, Lautern, Markbronn und Weidach. Der Ortsteil Wippingen erhält sein Wasser vom Zweckverband Albwasserversorgungsgruppe III. 


Eigenbetrieb Wasserversorgung Blaustein

  • Rechtliche Grundlagen des Betriebes 
    Die Wasserversorgung Blaustein wird als Eigenbetrieb geführt (§ 1 EigBG).  Nach der Betriebssatzung vom 01.12.1981 ist Zweck des Eigenbetriebes die Versor-gung des Gemeindegebiets mit Wasser. Gewinne sollen satzungsgemäß nicht erzielt werden.
    Die Wasserversorgungssatzung finden Sie hier.
  • Organe des Eigenbetriebs
    Betriebsleiter des Eigenbetriebs ist Oberamtsrat Josef Engel, stellvertretende Betriebsleiterin ist die stellvertretende Kämmerin, Frau Christiane Püschner.
  • Bilanzsumme 2014 = 5.272.778,00 Euro

davon entfallen auf der Aktivseite auf

das Anlagevermögen

4.173.834,85 Euro

das Umlaufvermögen

5.272.778,00 Euro

davon entfallen auf der Passivseite auf

das Eigenkapital 

3.379.046,26 Euro

die Empfangenen Ertragszuschüsse

211.004,00 Euro

die Rückstellungen

28.950,00 Euro

die Verbindlichkeiten

1.612.535,55 Euro

  • Gebühren und Beiträge
    Wasserverbrauchsgebühr: 2,20 Euro/m³ zzgl. 7% Mwst.
    Wasserversorgungsbeitrag: 6,18 Euro/m² zzgl. 7% Mwst (Maßstab= zulässige Geschossfläche)

Zahlen & Fakten

Wasserbezug 2016 in cbm

ZV Albwasserversorgungsgruppe III:

Wippingen:

60.873

ZV Wasserversorgung Ulmer Alb:

Markbronn / Dietingen

49.242

Arnegg

67.351

Weidach

27.828

Bermaringen

81.628

Lautern

1.447

Herrlingen

118.160

Klingenstein

125.054

Ehrenstein

260.052

Gesamtwasserbezug:

730.762

Fremdwasserbezug

Es liegt ausschließlich Fremdwasserbezug vor. Die Ortsteile werden wie folgt mit Wasser versorgt:

Ortsteil

gesamt

Zweckverband

Quelle

Arnegg, Markbronn, Dietingen

gesamt

Wasserversorgung Ulmer Alb
Mähringer Straße 61
89134 Blaustein

Tiefbrunnen Lautertal

Ehrenstein

Wasserversorgung Ulmer Alb
Mähringer Straße 61
89134 Blaustein

Brunnen Lindenstraße

Ehrenstein

Teilbereich von Winterhalde und Scheibenberg

Wasserversorgung Ulmer Alb
Mähringer Straße 61
89134 Blaustein

Tiefbrunnen Lautertal

Klingenstein

gesamt

Wasserversorgung Ulmer Alb
Mähringer Straße 61
89134 Blaustein

Tiefbrunnen Lautertal

Herrlingen

gesamt

Wasserversorgung Ulmer Alb
Mähringer Straße 61
89134 Blaustein

Mischwasser aus Brunnen Dannenäcker (Karolinen-steige)

Lautern, Weidach, Bermaringen

gesamt

Wasserversorgung Ulmer Alb
Mähringer Straße 61
89134 Blaustein

Mischwasser aus Brunnen Lautern IV und V

Wippingen

gesamt

Albwasserversorgungsgruppe III

Landwasser Versorgungsbereich VB 3 (Blaubeuren)

Wasserverkauf

Wasserverkauf (Blaustein gesamt)

2016

730.762 cbm

2015

711.655 cbm

2014

669.603 cbm

2013

661.665 cbm

2012

654.711 cbm

2011

649.070 cbm

2010

633.467 cbm

2009

649.540 cbm

2008

641.234 cbm

2007

658.321 cbm

2006

658.640 cbm

Durchschnitt 2006 - 2016

665.333 cbm

Wasserqualität

Neue Härtebereiche für Trinkwasser
Am 1. Februar 2007 wurde vom Bundestag die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) beschlossen. Darin wurden u. a. die Härtebereiche an europäische Standards angepasst und die Angabe „Grad deutscher Härte“ (°dH) wird durch die Angabe „Millimol Calciumcarbonat je Liter“ ersetzt.

Die neuen Härtebereiche sind wie folgt definiert

Härtebereich „weich“ weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH)

Härtebereich „mittel“ 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH)

Härtebereich „hart“ mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)

Aktuelle Trinkwasseranalysen finden Sie hier zusammengefasst auf der Internetseite des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb.

Für den Ortsteil Wippingen sind die Analysewerte über folgende Homepage zu erhalten.

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Marktplatz 2
89134 Blaustein
Tel.: 07304 802-0
Fax: 07304 802-111
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