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Wippingen

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Evangelische Kirche Wippingen
Evangelische Kirche Wippingen

Der Ortsname deutet auf eine alemannische Besiedelung im 6. oder 7. Jahrhundert hin. Urkundlich erwähnt wurde Wippingen erstmals 1085. Der Ort liegt an einer alten Fernverkehrsstraße zwischen der Donau und dem oberen Neckarraum. Trotz eines verheerenden Brandes im Jahr 1611 blieb die mittelalterliche Siedlungsform weitgehend erhalten. Der Ort war ein reines Bauerndorf. Die ordentliche Bewirtschaftung der Anbauflächen, in der Regel nach der sogenannten Dreifelderwirtschaft, hatte eine funktionierende Gemeindeherrschaft  zur Voraussetzung. Diese wurde von den zahlreichen Ortsherren, trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten, gemeinsam (condominium) wahrgenommen. Angebaut wurden verschiedene Getreidesorten, Linsen, Flachs und Hanf. Die Schafzucht stellte einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.

Die Vielzahl der Ortsherren bewirkte, dass das Handwerk im Dorf überrepräsentiert war. Weber, Schneider, Schumacher, Schmiede, Wagner, Zimmerleute, Küfer und Maurer arbeiteten praktisch nur für den örtlichen Bedarf ihrer Herren. Die Gemeinde selbst betrieb seit längerer Zeit noch einen Steinbruch als kommunales Wirtschaftsunternehmen. Schon im 11. Jahrhundert lag Wippingen an der Nahtstelle von zwei Herrschaftsbereichen: den Grafen von Tübingen und den Herren von Ravenstein-Stubersheim. 1267 gelangten die Tübinger Güter an die Grafen von Helfenstein. Deren Misswirtschaft führte zu weiteren Wechseln in den Eigentumsverhältnissen: 1396 kam der halbe Zoll an die Reichsstadt Ulm, 1446 verfügten die Ulmer auch über die andere Hälfte. 1447 gelangten weitere Güter an die Württemberger.

Grundschule und Bürgersaal Wippingen
Grundschule mit Mehrzweckraum Wippingen

Die Besitzungen der Ravenstein-Stubersheim kamen zunächst an das Kloster Elchingen und wurden danach an die Grafen von Werdenberg, an die Herren von Westerstetten und den Deutschorden der Kommende Ulm (1334) weitergereicht. Auch die Söflinger Klosterfrauen konnten bereits im 14. Jahrhundert Güter erwerben. Im 15. Jahrhundert kamen mit den Stein von Klingenstein, Burkhard von Freyberg zu Bach (Herrlingen), den Schenken von Winterstetten und Hans Simon von Stadion zu Arnegg weitere Herren zu Grundbesitz. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts fand die Herrschaftsbildung ihren vorläufigen Abschluss. Als die bedeutendsten Ortsherren sind die Württemberger, das Deutsche Haus in Ulm, das Kloster Söflingen, die Herrschaft Arnegg und die Reichsstadt Ulm zu nennen.

Durch den Übergang Ulms an Bayern wurde Wippingen für kurze Zeit zweigeteilt: Bayern erhielt die Güter der ehemaligen Reichsstadt Ulm, des Deutschen Hauses und der Herren von Bernhausen (Herrlingen), Württemberg hatte neben seinen altwürttembergischen Gütern noch die Herrschaft Arnegg. 1810 wurde der ganze Ort württembergisch und wurde dem Oberamt Blaubeuren zugeteilt. Mit der Auflösung des Oberamts im Jahr 1934 wurde Wippingen 1938 in den Landkreis Ulm eingegliedert. Durch die Kreisreform von Baden-Württemberg 1973 wurde die Gemeinde Teil des neu gebildeten Alb-Donau-Kreises. Im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform kam der Ort am 1. Oktober 1974 nach Blaustein.

Wippingen ist auch heute noch durch die Landwirtschaft geprägt. Seit einigen Jahren ist im Ort ein Gewerbegebiet ausgewiesen. Darüber hinaus gewinnt der Ortsteil als Wohngemeinde an Bedeutung.

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