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Nördlich Sperberweg, östlich Burgweg, Ortsteil Wippingen

Erlass des Bebauungsplan „Nördlich Sperberweg, östlich Burgweg“, Ortsteil Wippingen

Beschluss zur Billigung des Bebauungsplanvorentwurfes in der Fassung vom 12.05.2020 und zur frühzeitigen öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB)

Der Gemeinderat der Stadt Blaustein hat in seiner Sitzung am 12.05.2020 die Billigung des Bebauungsplanvorentwurfes in der Fassung vom 12.05.2020 und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan „Nördlich Sperberweg, östlich Burgweg" (Im Grund II), im Stadtteil Wippingen beschlossen. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes ist im beiliegenden Planauszug dargestellt.

Ziel und Zweck der Planung
Im Ortsteil Wippingen bestehen ein örtlicher Bedarf und eine Nachfrage nach Wohnraum, der derzeit nicht gedeckt werden kann. Zur Deckung des Bedarfs ist am östlichen Ortsrand von Wippingen die Ausweisung eines allgemeinen Wohngebietes vorgesehen. Hierzu wurde im Dezember letzten Jahres bereits der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes gefasst.

Der rechtsverbindliche Flächennutzungs- und Landschaftsplan 2010 des Nachbarschafts-verbandes Ulm weist das Plangebiet als landwirtschaftliche Fläche aus. Der Bebauungsplan kann somit nicht aus dem Flächennutzungsplan gemäß § 8 Abs. 2 BauGB entwickelt werden und ist im Zuge der Verfahrensdurchführung nach § 13b BauGB als Berichtigung an die geänderten Darstellungen anzupassen.

Für das Plangebiet besteht derzeit kein Planungsrecht. Nordwestlich grenzt der rechtskräftige Bebauungsplan "Grund" aus dem Jahr 2008 sowie dessen 1. Änderung aus dem Jahr 2010 an.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst die Flurstücke 609, 610 sowie Teilflächen der Flurstücke 605 (Burgweg), 636 (Sperberweg) sowie 641 der Gemarkung Wippingen und weist eine Gesamtgröße von 15.160 m² auf. Das Plangebiet befindet sich am östlichen Ortsrand des Blausteiner Stadtteils Wippingen in leichter Hanglage. Das Vorhabengebiet wird durch die Fortführung des Sperberweges als Feldweg in einen nördlichen und einen südlichen Teil gegliedert und wird beidseitig intensiv landwirtschaftlich als Ackerfläche genutzt.

Die Topografie des Geltungsbereichs steigt vom Feldweg ausgehend nach Süden und Norden an. Das nähere nordöstliche Umfeld des Geltungsbereichs ist durch ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück, mit Maschinen/ Geräteschuppen, mehreren kleineren Schuppen sowie einem Nutzgarten geprägt, welches zum Ortsrand sowie nach Süden durch eine einreihige ca. 10 m hohe Nadelbaumpflanzung intensiv eingegrünt ist. Südöstlich des Plangebietes, entlang des Feldweges Richtung Herrlingen – Birkebene, kommt ein ebenfalls durch Bäume und Sträucher eingegrüntes Regenüberlaufbecken sowie ein Ausläufer des Landschaftsschutzgebietes Nr. 4.25.105 "Blaustein" zum Liegen. Nördlich des Vorhabengebietes schließt eine dreireihige Streuobstwiese an und stellt den naturschutzrechtlichen Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft im Rahmen des Bebauungsplanes "Grund" aus dem Jahr 2008 dar. Die verbleibenden Flächen im Südosten werden intensiv landwirtschaftlich bewirtschaftet. Unmittelbar südwestlich des Geltungsbereichs grenzt ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus, der Burgweg und der Friedhof von Wippingen an das Plangebiet an. Die ehemals auf dem Flurstück Nr. 607/1 befindlichen Gewächshäuser wurden zwischenzeitlich abgerissen. Den westlichen Abschluss des Bebauungsplangebietes bildet die Wohnbebauung des bebauten Ortsrands von Wippingen. Die Umgebungsbebauung ist weitestgehend homogen und durch die 1 - 2 geschossige Einfamilienhausbebauung mit Satteldachausprägung entlang des Sperberweges geprägt.

Vorgesehene Bebauung des Plangebietes

Die geplante Entwicklung des Geltungsbereichs sieht nördlich des Sperberweges eine Fortführung der westlich angrenzenden Einfamilienhausbebauung mit 18 Baugrundstücken vor. Im südlichen Teilbereich soll innerhalb eines großen zusammenhängenden Baufensters eine abwechslungsreiche Bebauung mit Hausgruppen, Doppelhäusern oder Einzelhäusern entsprechend des örtlichen Bedarfs ermöglicht werden.

Die vorgesehene Zahl der Vollgeschosse orientiert sich an der umliegenden Bestands-bebauung und wird einheitlich für das Plangebiet auf zwei Vollgeschosse begrenzt.

Die Erschließung des Plangebietes wird über den Burgweg sowie den Sperberweg, dessen Ausbau auf 5,50m vorgesehen ist, sichergestellt. Die interne Erschließung ist über eine Ringerschließung nach Norden sowie eine vorübergehend als Sackgasse ausgebildete Stichstraße nach Süden geplant.

Die fußläufige Wegeverbindung zu den angrenzenden Wohnquartieren "Grund" sowie des Eichhornwegs im nördlichen Teil des Geltungsbereichs wird fortgeführt. Der Bedarf an Kinderspielflächen ist durch den öffentlichen Spielplatz im westlich angrenzen-den Gebiet bereits ausreichend gedeckt.

In einem zweiten Bauabschnitt, der die beiden südlich angrenzenden Flurstücke umfassen soll, ist eine Wendemöglichkeit für Müllfahrzeuge vorgesehen. Ein Regenrückhaltebecken ist auf dem Flurstück 595 östlich der Flurstücke 609 u. 610 angedacht. Das Flurstück 595 befindet sich im Eigentum der Stadt.

Die Flurstücke 605 (Burgweg), 636 (Sperberweg) sowie 641 der Gemarkung Wippingen befinden sind im Eigentum der Stadt Blaustein. Die Flurstücke 609 und 610 müssen noch erworben werden.

Art der Verfahrensdurchführung
Die Planung wird als Bebauungsplan zur Einbeziehung von Außenbereichsflächen gemäß § 13b BauGB durchgeführt. Entsprechend § 13b BauGB kann ein Bebauungsplan mit einer Grundfläche von weniger als 10.000 m² für die Zulässigkeit von Wohnnutzungen, die an im Zusammenhang bebauten Ortsteile anschließen, im beschleunigten Verfahren im Sinne des § 13a BauGB aufgestellt werden.

Das Verfahren wird trotz des beschleunigten Verfahrens mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB durchgeführt.

Im beschleunigten Verfahren kann von der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB bzw. vom Umweltbericht gemäß § 2a BauGB abgesehen werden.

Mögliche Anhaltspunkte für Beeinträchtigungen der in § 1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstabe b genannten Schutzgüter werden im Rahmen einer informellen Umweltprüfung und der ergänzenden Fachgutachten geprüft. Eine Beeinträchtigung der Schutzgüter ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten.

Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von 15.160 m² und ist Bebauungsplanvorentwurf des Büros Büro für Stadtplanung Zint & Häussler mit Stand vom 12.05.2020 festgelegt.

Der Bebauungsplanvorentwurf „Nördlich Sperberweg, östlich Burgweg“ (Im Grund II) sowie die Begründung, in der Fassung vom 12.05.2020 mit Ziel und Zweck der voraussichtlichen Auswirkungen der Planung werden in der Zeit von

Montag, den 08.06.2020 bis Freitag, den 10.07.2020 im Schaukasten des Rathauses, Marktplatz 2

im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit öffentlich dargelegt und mit interessierten Bürgern erörtert.

Trotz Schließung des Rathauses für Besucher bleibt der Dienstbetrieb der Stadtverwaltung aufrechterhalten, so dass die Einsichtnahme in die Planunterlagen und die Abgabe von Stellungnahmen zur Niederschrift nach vorheriger terminlicher Absprache mit den Mitarbeitern des Fachbereich 3.1, Stadtentwicklung, Bau und Bauverwaltung unter den Telefonnummern 07304 802-401, 07304 802-410 oder 07304 802-411 oder per E-Mail (soenksen@blaustein.de oder dietl-berchtold@blaustein.de) möglich ist.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.


Stadt Blaustein
Thomas Kayser
Bürgermeister

Anlagen:
Begründung zum Bebauungsplan
Plan A4

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