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Stadt auf Ankunft von neuen Geflüchteten vorbereitet

Die Verwaltung hat alle Vorbereitungen für die Ankunft von bis zu 200 Personen getroffen – vor allem mit Blick auf die Integration der Geflüchteten.
 
Der Startschuss für die Notunterkunft des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises in der Blautalstraße 11 rückt näher. Die Stadt Blaustein hat etliche Vorbereitungen getroffen, um eine reibungslose Ankunft und später auch Integration der Geflüchteten vorrangig aus der Ukraine, aber auch aus anderen Herkunftsländern sicherzustellen. Seit vergangener Woche ist das ehemalige Erleb’es Gelände hergerichtet für 76 Container, die nun in zwei Bauabschnitten aufgestellt werden. Dem Zeitplan, die ersten Unterkünfte Anfang Oktober bezugsfertig zu machen, steht seitens der Stadt nichts im Wege.
 
Haus in der Ulmer Straße wird für die Anschlussunterbringung erweitert
Darüber hinaus hat die Stadt Blaustein den dritten und letzten freien Turm 1 im ehemaligen Comfort-Hotel in der Ulmer Straße 4 angemietet und bereitet diesen zum 1. Oktober als Anschlussunterkunft für bis zu 85 weitere Personen vor. Der entsprechende Mietvertrag wurde einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet, nahezu zeitgleich kam die Brandschutzfreigabe.
 
Insgesamt beherbergt das ehemalige Hotel in der Ulmer Straße dann mehr als 150 Geflüchtete, vorrangig aus der Ukraine. Die Stadt beschäftigt direkt im Gebäude zwei Festangestellte sowie eine Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), die sich neben den drei Integrationsmanager/innen des Alb-Donau-Kreises um alle Belange der Bewohner sowie die in anderen Unterkünften untergebrachten Hilfesuchenden kümmern.
 
Das ehemalige Hotel bietet hervorragend geeignete Räumlichkeiten für Bildung und Betreuung. „So haben wir in einem der Seminarräume mit der VH Ulm einen Erstorientierungskurs abgeschlossen, und es startet ab Oktober ein bereits ausgebuchter Integrationskurs des Profilkollegs. Für einen weiteren Nachmittagskurs wird aktuell noch eine zweite Lehrkraft gesucht“, sagt der Integrationsbeauftragte der Stadt, Johannes Kasper. Selbst einen Raum für eine mögliche Kinderbetreuung während der Kursstunden der Mütter wäre vorhanden, wenn entsprechende Betreuungskräfte gefunden werden. Darüber hinaus hat die Stadt im Gebäude weitere Räumlichkeiten für Spiel-, Bewegungs- und Lernangebote angemietet.
 
Kapazitäten bald ausgereizt
Darüber hinaus ist die Stadt ständig auf der Suche nach weiteren Immobilien, die sie über das Projekt „Raumteiler“ für die längerfristige Unterbringung anmieten kann. Auch die Aufrufe in der Bevölkerung, privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, hatten Erfolg. Bislang fanden mehr als 120 Personen auf diesem Weg eine Bleibe. Bürger, die den Kriegsvertriebenen auf diese Weise helfen, erhalten ebenfalls Unterstützung durch die Integrationsbeauftragten der Stadt.
 
Aktuell leben insgesamt 581 Geflüchtete verschiedener Nationalitäten in Blaustein. Wenn die Container sowie die Anschlussunterkünfte voll besetzt sind, wird diese Zahl auf bis zu 800 steigen. Blausteins Bürgermeister Thomas Kayser sieht die Aufnahmekapazitäten seiner Stadt bald am Limit: „Bei einer Größe von rund 16.500 Einwohnern leisten wir – auch dank der breiten Unterstützung der Blausteiner Bevölkerung – einen großen solidarischen Beitrag zur Bewältigung der Kriegssituation und Stabilisierung der Lebenssituation von Geflüchteten. Allerdings müssen wir uns auch die Frage stellen, wie viel Zulauf für alle Beteiligten noch machbar und leistbar ist.“ Ohnehin werde die Stadt nicht umhinkommen, selbst neuen Wohnraum im sozialen Wohnungsbau und für Flüchtlingsunterkünfte zu schaffen.
 
Kindergärten und Schulen im Fokus
Da vorrangig Mütter mit ihren Kindern aus der Ukraine nach Deutschland kommen, ist die Integration der Minderjährigen in das Stadtleben ein weiterer Aspekt, den die Stadt Blaustein mit Tatkraft angeht. So gibt es im aktuellen Schuljahr zwei Vorbereitungsklassen an der Eduard-Mörike-Grundschule sowie eine weitere an der Ludwig-Uhland-Schule (Sekundarstufe). Aufgrund einer Sonderregelung ist die Schulpflicht für Neuankömmlinge in den ersten sechs Monaten ausgesetzt, so dass die Bewohner der Notunterkunft nicht zwingend in Blaustein eingeschult werden müssen. Die Verteilung auf die Kindertagesstätten erfolgt über das Internet-Portal Early Bird, welche die Kinderbetreuungsplätze nach transparenten und gleichen Auswahlkriterien verteilt.
 
Ehrenamtliche Helfende gesucht
Die Organisation der Sachspenden läuft über die Flüchtlingshilfe Blaustein. Welche Dinge aktuell benötigt werden, ist auf der Homepage www.fluechtlingshilfe-blaustein.de zu finden. Der Helferkreis freut sich stets über neue Mitwirkende, die sich über die Email-Adresse info(@)fluechtlingshilfe-blaustein.de melden können.
 
Bürgermeister Thomas Kayser dankt ausdrücklich seinen Bürgerinnen und Bürgern für ihr bisheriges Engagement und ihre außerordentlichen Hilfeleistungen. Er appelliert zudem an die Bevölkerung, bei der Integration der Geflüchteten weiter aktiv mitzuwirken: „Mit einer gemeinsamen Anstrengung von Stadtverwaltung, Bürgerschaft und Flüchtlingshilfe können wir die Aufnahme der Geflüchteten als auch deren Integration gut bewältigen. Es ist eine humanitäre und europäische Aufgabe, jetzt zu helfen.“
 

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